Wie bring ich meine Band ins Netz? Teil 1: Webhoster

Immer wieder werden wir mit Fragen bombardiert wie: Kann ich bei Euch meine MP3s hochladen? Was bekanntermaßen nicht geht, denn wir besprechen hier nur MP3s, hosten sie aber nicht selbst. Seh ich da jetzt schon wieder Augen voller Fragezeichen? Hör ich da nicht: "Hosten? Wasn das?" Tja, das Netz ist kompliziert, besonders, wenn man seine Zeit doch eigentlich fürs Musik-Machen opfern will, und nicht für endloses Surfen. Deshalb ab jetzt regelmäßig an dieser Stelle: Online-Tipps für Musiker, kompakt und kompetent.

In der ersten Ausgabe unseres kleinen Ratgebers widmen wir uns der Frage: Wo kann ich meine Musik im Netz präsentieren? Die einfachste Methode ist, eine Website bei einem der zahllosen MP3-Webhoster anzubieten. Das sind Netzangebote, mit denen Bands ihre MP3s kostenlos zum Download anbieten können. Das bekannteste Beispiel ist sicher MP3.com. Doch daneben gibt es noch zahllose weitere, wie etwa Besonic, Vitaminic, MP3.de, Audiogalaxy oder Javamusic.com

Welchen also nehmen? MP3.com hat den Vorteil, das größte und bekannteste dieser Angebote zu sein - was aber gleichzeitig auch ein Nachteil sein kann, weil Musik dort schnell in der Masse unterzugehen droht. Es spricht aber gar nichts dagegen, sich gleich auf mehreren Servern anzumelden. Manchmal gibt es auch Spezialisten für gerade deine Musikrichtung, wie etwa Electronicscene.com speziell für elektronische Musik oder Rapstation.com für Hip Hop. Letztlich ist es immer auch Geschmackssache, ob du dich auf dem Server wohl fühlst.

Wichtig ist, dass man sich um die eigene Band-Seite so früh wie möglich kümmert. Wer zu lange wartet, muss damit rechnen, dass der Name bei MP3.com und Konsorten längst vergeben ist. Und dann landen die Surfer nicht bei deinem spannenden Techno-Projekt, sondern bei irgend welchen Hardrockern, die aus weiß Gott welchem Grund den gleichen Namen schick fanden. Deshalb kann es auch nicht schaden, sich die entsprechenden Seiten bereits einzurichten, wenn man noch gar keine MP3-Dateien zur Verfügung hat. Die meisten Anbieter haben kein Problem damit, wenn du deine Inhalte einfach später nachreichst. (jr)

Nächste Folge: Wie bringe ich die eigenen Songs ins MP3-Format?

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