Wie war´s denn eigentlich bei ... The Killers?

Die britischste aller US-Bands präsentierte in Berlin ihr neues Album

Um die Antwort auf die Frage in der Überschrift vorweg zu nehmen: ziemlich großartig. Denn das Konzert deutete an, dass ihr zweites Album die Killers endgültig zu richtigen Popstars machen wird.

Dabei wurde am Freitag im lange ausverkauften Berliner E-Werk vor allen Dingen eines deutlich: der Protagonist auf der Bühne vereint alle Charakteristika auf sich, die einen richtig großen Popstar auszeichenen. Er hat eine markante Stimme, sieht gut aus, trägt den richtigen Zwirn, kommt aus Las Veags und wurde zu guter letzt auch noch mit einem spitzen Namen gesegnet, dem kein Künstler-Pseudonym das Wasser reichen kann. Brandon Flowers ist The Killers, da kann über die Bedeutung der anderen Bandmitglieder noch so viel philosophiert werden und sich der Bassist auf dem Pressfoto noch so sehr in den Vordergund drängeln. Es ist nämlich insbesondere Flowers Charme, der den Songs - zumindest live - ihren Ausdruck verleiht.

Doch Performance hin oder her, in erster Linie müssen die Stücke auch auf sich allein gestellt funktionieren. Und gerade bei Konzerten, bei denen ein neues Album präsentiert wird, dass außer der VIP-Lounge noch niemand kennt, ist das nicht selbstverständlich.

Aber die Killers erweisen sich an diesem Abend als clevere Taktiker, hauen gleich im ersten Drittel ihren größten Hit "Somebody Told Me" und die aktuelle Singele "When We Were Young" raus und streuten die bisher noch unbekannten Tracks sehr geschickt unter ihren bekannten Erfolg "Mr. Brightside" oder die beste Bassline der späteren Popgschichte "Jenny Was A Friend Of Mine". Damit taten sie dem unter dem Schnitt eher jüngerem Publikum und somit auch sich einen großen Gefallen. Denn durch diesen Mix wurden aus vermeintlichen Spaßbremsen (das sind nun mal - seien wir ehrlich - neue Stücke bei solchen Anlässen sehr häufig) zu einer willkommenden Abwechslung. Dabei scheint das neue Album "Sam´s Town" musikalisch, sofern man das im Rahmen eines Konzertes beurteilen kann, vollends an den Vorgänger "Hot Fuss" anzuschließen.

Als sich jedenfalls Brandon Flowers und seine Band nach gefühlten 90 Minuten höflich vom Publikum verabschiedete, waren sich er und alle Anwesenden in zwei Punkten absolut einig. Erstens: Es war ein tolles Konzert. Zweitens: Das war wohl das letzte Mal, dass The Killers in einer recht kleinen Location wie dieser aufgetreten sind. (js)

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