Wie war`s denn eigentlich bei ... Maximo Park?

Die Jungs aus Newcastle wissen, wie man zum Hüpfen animiert

Von wegen Anzug, Schlips und schmierige Pommaden-Scheitelmatte: Paul Smith kommt im Shirt, mit für ihn ungewohnt langen Zotteln und einer Melone auf dem Kopf auf die Bühne. Was vor einem Jahr im klassisch-strengen schwarzweiß Outfit fast predigend wirkte, rückt mittlerweile immer weiter Richtung große Entertainment-Liga.

Aber in dieser kennt sich Herr Smith mittlerweile ganz gut aus und fühlt sich augenscheinlich auch wohl in ihr: In Stummfilmmanier gestikuliert und gebärdet er sich gen Rock ?n? Roll-Ekstase.

Das Publikum hat er damit schnell auf seiner Seite, so dass sogar die letzte Reihe hüpft, wippt und grinst. Erstaunlicherweise ist das Liveset mit etwas mehr Songs des ersten Albums ausgestattet und nur vier oder fünf Songs des aktuellen Albums wurden hier und da eingestreut. Die tanzenden Anwesenden scheint dies aber nicht im Geringsten zu stören, ganz im Gegenteil: die ?älteren? Hits werden kräftigst abgefeiert, was zeigt, dass "Sommersongs auch im April gehen", wie Paul smart feststellt.

Schwachpunkt war (wie leider so oft) der Sound im Berliner Lido. Der Bass war brachial zu laut, was den fragileren Passagen der Songs leider ihre Schönheit nahm. Das Schlagzeug und die Gitarren wurden förmlich niedergewalzt und auch Paul musste teilweise etwas kämpfen, um sich gegen die Bassmacht durchzusetzen. Ein Glück nur, dass er ein wahrlich begnadeter Sänger ist und ein charismatischer Unterhalter ist. Nicht zuletzt diese beiden Umstände haben jenen Konzertabend zu einem schönen gemacht ? mit Shirt, Charme und Melone. (bb)

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