Wie war´s denn eigentlich bei ... The Rapture?

New Yorker Neo-Funk-Botschafter zu Gast in Berlin
Ihr neues Album "Pieces Of The People We Love" ist am letzten Freitag erschienen. Gestern gaben The Rapture in der Hauptstadt am ersten Tag der Popkomm den Auftakt zu ihrer Europa-Tour. Und präsentierten sich zu diesem Anlass genauso aufregend wie erwartet.

Ihr "Echoes" hallt auch drei Jahre nach ihrem gleichnmigen Debüt durch die Clubs dieser Welt. Was auf dem Label DFA damals im New Yorker Untergrund seinen Anfang nahm, ist jetzt mit dem zweitem Album zu einem riesen Ding mit Major-Deal mutiert; allerdings haben The Rapture dabei über die Jahre keineswegs an Austrahlung verloren. Das wurde einem gestern - einen Tag nach dem sich dort an gleicher Stelle die Kollegen von Hot Chip die Ehre gaben - im Berliner "Lido" mit Nachdruck vor Ohren geführt.
Denn selbst, obwohl das neue Album bisher nur bei einem geringen Anteil der Zuhörer im Schrank stehen dürfte, gab die Band der Hauptstadt das, was ihr eigentlich noch gefehlt hat: den Funk. Und - ähem - der Funke sprang über. Allerspätestens als aus der bescheidenen Hütte des "Lido" das "House Of Jealous Lovers" wurde, einem der vielleicht stilprägesten Tracks der letzte Jahre.
The Rapture wussten ihr Potential, mit Luker Jenner und Matt Safer (Bassist) gleich zwei wahnwitzig-charismatische Sänger und ein Saxophon in der Band zu haben, vollends auszunutzen. So feierten neue Stücke (groß: "Get Myself Into It") und etablierte Club-Gassenhauser (übergroß: "Sister Saviour") eine gemeinsame Sause irgendwo zwischen 70er-Jazz-Disco und eingängigem Pop-Funk.
Nach einer einzigen Zugabe und der Spielzeit von knapp über einer Stunde, hatte das Publikum genug. Mehr als genug. Denn das war zu viel des Guten: nach Hot Chip und den nicht minder überzeugenden The Rapture an zwei aufeinander folgenden Tagen ist das bitte absolut wörtlich zu verstehen. (js)

Tonspion Newsletter

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Welt der Musik einmal wöchentlich in deine Mailbox.
Kein Spam, versprochen! Du kannst dich in jedem Newsletter wieder abmelden.
* Pflichtfeld

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz.
Folge uns auf Facebook:

Ähnliche News

Justin Vernon live in Brooklyn (Videoscreenshot)

Bon Iver: Komplettes Konzert im Video-Stream

"22, A Million" live aus Brooklyn
Zur Zeit befinden sich Bon Iver auf ihrer Welttour zum 2016er Kritikerliebling und Indie-Kunstwerk "22, A Million". NPR hat ihr Konzert in Brooklyn gefilmt und stellt es im kostenlosen Stream zur Verfügung.
Das Berghain Programm im Dezember

Das Berghain Programm im Dezember

Die Veranstaltungen von Berghain, Panorama Bar und Kantine
Wer nach Berlin kommt, möchte häufig auch ins Berghain - ohne zu wissen, was dort eigentlich passiert oder wer spielt. Um nicht unnötig in der notorischen Schlange zu warten, um dann im falschen Film zu landen, gibt es ab sofort immer das aktuelle Wochenprogramm.

Aktuelles Album

The Return Of The Mummy

Live - The Return Of The Mummy

Filmhit ägyptisch wiederaufbereitet
Für einen der erfolgreichsten Kinohits des Jahres 2001 durften Live mit "Forever Will Not Be Long Enough" den Titelsong beisteuern. Richtig passen wollte der Song jedoch nicht in den Film - bis Mike Tuppin seinen ägyptischen Traum-Remix verwirklichte.