WTF? Apple sichert sich Patent auf Zensur in Livestreams

Technologie soll Schimpfwörter aus Audio- und Videostreams während der Wiedergabe filtern

Wer bei einem Livestream keine bösen F-Wörter hören will, könnte bald mit einem Klick vom normalen Text auf eine zensierte Version springen. Das Patent dafür hat Apple bereits 2014 eingereicht. Nun wurde es erteilt.

Das Patent mit dem klangvollen Namen "Management, Replacement and Removal of Explicit Lyrics during Audio Playback" sichert Apple die Rechte an einer Technologie, welche Schimpfwörter live während der Wiedergabe aus einem Audio- oder Videostream herausfiltern kann. Die Idee stammt bereits aus dem Jahr 2014, nun hat Apple das Patent auf die Live-Zensur erhalten.

(Konzerte bald nur noch in jugendfreier Sprache? W*** T** F***?)

Mithilfe von Metadaten soll es möglich sein, die Positionen mit expliziten Formulierungen zu finden. So sollen zukünftige Audioplayer auch in der Lage sein, zwischen normalem Text und zensierter Version in einem Audiofile zu wechseln. Laut Apple könnten Piepsgeräusche, harmlosere Begriffe oder einfach Stille an Stelle der Schimpfwörter treten. 

Die Technologie könnte ebenso bei Hörbüchern, Radio, TV und DVDs einsetzbar sein, auch wenn zunächst das Hauptaugenmerk auf der Musikindustrie liegt. Wie Songs von Gangster-Rappern oder auch deutschsprachige Pop-Songs wie "Dreck" von Maxine Kazis in Zukunft klingen könnten, kann man in seiner Fantasie ja schon mal durchspielen.

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