120 Days

120 Days

120 Days

Redaktionswertung: 
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Die Skandinavische Musikszene ist immer wieder für Überraschungen gut. Neben dem 100.000. Brit-Rock-Klon erfreuen uns unsere nördlichen Nachbarn auch mit dem verdrogten Electro-Raverock von 120 Days.

"Come Out (...)" ist ein Trip! Eine vollgeknallte Vergnügungsfahrt mit den Happy Mondays und Primal Scream, bei der versehentlich Chris Corner von den Sneaker Pimps den Reisefüher gibt und der Busfahrer nur den spacigsten Krautrock durch die Boxen jagt. Fast neun Minuten lang dauert dieser Trip in die schwarzen Ecken der finstersten Clubs, nüchtern ist hier schon lange keiner mehr, so richtig gut drauf erst recht nicht. Düster und dunkel knarzen drei Synthies um die Wette, Gitarrenfragmente wehen von ganz weit weg kurz ins Zentrum und verlieren sich wieder in der Ferne. Unerbittlich und mit erschreckend hoher Intensität gräbt sich der stoische Beat in die Hirnrinde. "Come Out (...)" rockt wie die Hölle und lässt Lansing-Dreiden und The Field, deren Remixe man ebenfalls downloaden kann, an der Aufgabe scheitern, einen annehmbaren Remix abzuliefern. Lediglich zwei in Norwegen veröffentlichte EPs haben 120 Days gebraucht, um ihre Stimme zu finden. Auftritte auf dem Festival in Reading und auf dem Sonar sorgten dafür, dass Plattenfirmen wie Vice Records auf sie aufmerksam wurden. Trotzdem haben sich 120 Days für das norwegische Label Smalltown Supersound entschieden. Das selbstbetitelte Debüt erscheint im Laufe des Jahres auch in Deutschland, in Norwegen wurde es schon zur Platte des Jahres 2006 gewählt. (fs)

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