Geld Gold Gras Albumcover 18 Karat

Geld Gold Gras

18 Karat

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

"Geld Gold Gras", der Name ist bei diesem Album Programm. 18 Karat lässt auf seiner dritten Studio-LP jeglichen Esprit vermissen und präsentiert ideenarmen Straßenrap von der Stange.

Es ist zugegebenermaßen nicht schwierig, ein Album von 18 Karat zu verreißen. Zum einen fiel der Dortmunder Straßenrapper in der Vergangenheit eher durch Mafia-Beefs als durch seine Musik auf, zum anderen trug diese dann selten infantile Albumtitel wie „FSK18 Brutal“. Und überhaupt, die Maske. Irgendwie habe ich bei jedem seiner Musikvideos Assoziationen an diese Bionicle-Bausätze. Mit „Geld Gold Gras“ schickt 18 Karat sein nunmehr drittes Studioalbum in die CD-Regale.

„Ich hab' Fame, Klicks, Haze, Chicks
Auf einmal sind alle korrekt
Ich hab' Flex, Geld, Dreckswelt
Auf einmal sind alle korrekt
Ich hab' Hype, keine Zeit”

- 18 Karat auf "Auf einmal sind alle korrekt""

Hätte man den Albumtitel um ein „G“ für Gewalt erweitert, wäre der thematische Rahmen der LP ganz gut abgesteckt. Außer vereinzelten Ausreißern wie dem obligatorischen „Ich tu’s für Mama“-Track hangelt sich 18 Karat an textlichen Klischees entlang, die er so generisch wie möglich auf hart scheppernden Straßenrap-Instrumentals aneinanderreiht. Und während man sich bei Labelchef Farid Bang wenigstens ab und zu ein Schmunzeln abringen kann, inszeniert sich sein Signing auf „3G“ so humorlos wie nur irgendmöglich. Bereits nach der Hälfte des Albums scheinen alle Gegner vernichtet, alle Packs verkauft und die Geldklammer gefüllt zu sein, doch 18 Karat mutet seinen Fans nicht weniger als anderthalb Stunden Spielzeit zu. Puh.

So ideenarm, wie sich das Endresultat dann anhört, besitzt „Geld Gold Gras“ maximal den musikalischen Wert von Katzengold. Macht aber alles nichts, denn schließlich ist 18 Karat „Immer noch kein Rapper“, wie er bereits im Eingangstrack konstatiert – was zählt, ist nur das Business. Und abseits dessen dürften der Banger Musik-Fanbase all die vorangegangenen Zeilen herzlich egal sein, denn gekauft wird bekanntermaßen trotzdem. Wer sich nicht dazuzählt, an dem dürfte „Geld Gold Gras“ dagegen geräuschlos vorbeiziehen. Happy End für alle, oder?

Video: 18 Karat - Geld Gold Gras


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