House of Melancholy

House of Melancholy

Acid Washed

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Acid Washed, dahinter stecken mit Andrew Claristidge und Richard D'Alpert zwei Franzosen, die mit „House of Melancholy“ ihr zweites Album auf Record Maker veröffentlichen. Es ist ein Trip zurück zu den Anfängen der Housemusic, voller Seele und warmer Basslines.

Die Restaurierung von House ist in vollem Gange. Zu lange hat man diesen Sound seelenlosen Schnöseln überlassen, die sich inzwischen – Gott sei Dank – in Richtung EDM verabschiedet haben. Als Gegenbewegung sprießt derzeit überall das Interesse an den Anfängen von House. Im UK arbeiten Garage-Enthusiasten wie George Fitzgerald oder Julio Bashmore an diesem Projekt, von Frankreich aus übernehmen jetzt Acid Washed den Versuch, House von Ballast zu befreien und seine Essenz freizulegen.

Gemeinsam mit Joakim als Produzent und Gästen wie Yan Wagner oder Miss Kittin ist Acid Washed ein zutiefst nostalgischer Trip in die späten 80er Jahre gelungen. Der Einfluss von Disco ist hier in jedem Track spürbar, während vom namensgebenden Acid wenig zu spüren ist. Es ist ein melancholischer Blick zurück, Acid Washed wissen selbst, dass sie die Unschuld von House nicht wieder herstellen können. Aber zumindest kurzzeitig in einem Anfall von Eskapismus so zu tun, als wäre alles wie früher, das gelingt diesem Album ganz hervorragend, dessen synthiesatte Wärme einen mit jedem Umlauf mehr in Watte packt.

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