Sixes & Sevens

Sixes & Sevens

Adam Green

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Soeben ist sein neues Album erschienen. Das lässt einen erstmal etwas erstaunt zurück: Adam Green macht genau dort weiter, wo er aufgehört. Folk mit Ironie und so. Was für die einen eine gute Nachricht sein mag, ist für andere vielleicht ein bisschen wenig.

Jedenfalls ist Adam Green der ideale Kanditat, um die abgegriffene Beschreibung von "Genie und Wahsinn" zu bemühen. Denn auf seinem neuen Werk beschwingt "Tropical Island" zwar ungeheurlich genial, aber nur ein paar Minuten später treibt einen die verkorkste Nervosität von "That Sounds Like a Pony" in den Wahnsinn. Allerdings ist man schon kurze Zeit später dank der Panflöte auf "Get Lucky" wieder versöhnt.

Doch man hätte irgendwie eine Wendung im System Adam Green erwartet. Die blieb jedoch aus. Noch immer kurzminütige Songs mit vielen spleenigen Momenten, manchmal belanglos - und dann wieder überzeugend. Beim hier verlinkten Stück ist letzteres der Fall. Der Meister selbst: "Ein echt spezieller Boogie-Rock Song." In der Tat, mit Gospel-Chor im Background. Und wann kam ihm das Motiv in den Sinn? "Ich war gerade dabei, das Himalaya-Gebirge zu erkunden als mir die Meldodie in den Kopf kam." Aha, okay eine dumme Frage verdient eine dümmere Antwort. Insofern fuktioniert das Adams-Prinzip noch immer: Dadaismus sticht immer.

Jan Schimmang / tonspion.de

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