No Way Down

No Way Down

Air France

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Es ist schon relativ grotesk, seiner Band den Namen einer Fluglinie zu verleihen. Aber auch irgendwie symbolisch: denn abgehoben schön klingt die zweite EP des schwedischen Duos.

Mit einer sphärischer Soundkulisse gelingt es Joel und Hendrik aka Air France zuckersüßen Pop zu erschaffen, der einerseits balearische Disco-Einflüsse und sehnsüchtige Singer-Songwriter-Ansätze miteinander vereint.

Unter anderem sorgen eine Flöte, diverse Samples, das Meeresrauschen und die betörende Vocals einer Gastsängerin für die zum Teil wunderbar überladene Atmosphäre auf "No Way Down". Das Projekt aus Göteborg bewies schon vor knapp drei Jahren mit seiner Debüt-EP "On Trade Winds", dass es über ein feines Händchen für großflächige Pop-Arrangemenst verfügt.

Das aktuelle Release ist eine romantische, ja fast schon naive Verbeugung vor dem kitschigen Anspruch, den Popmusik haben kann: beispielsweise der Soundtrack zu sein, um sich verliebt zu küssen oder sich einfach nur über die ersten Blüten des Frühlings zu erfreuen.

Jan Schimmang / tonspion.de

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