Into The Blue Again

Into The Blue Again

The Album Leaf

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Jimmy LaValle schloss sich Ende letzten Jahres in seinem Haus in San Diego ein und ließ den Dingen ihren Lauf. Danach ging es ab nach Seattle, Island und „Into The Blue Again“. Das ist Wärme, die von Herzen kommt.

Der sympathisch Vollbärtige ist ein tätiger Mann. Früher war er Teil der überirdischen Tristeza, funkte und punkte mit den Gogogo Airheart und machte einen Höllenlärm mit Locust. 1999 betrat er dann seinen Soloweg namens The Album Leaf. Mit „An Orchestrated Rise To Fall“ und dem zwei Jahre später folgenden „One Day I’ll Be On Time“ musizierte Jimmy zunächst fast ausschließlich instrumental. Diese Elegien, Landschaften und Sphären faszinierten die bekanntermaßen ganz ähnlich ausgerichteten Jungs von Sigur Rós. Es folgten eine gemeinsame Tour und das Album „In A Safe Place“, das in dem zu einem Studio umgewandelten Swimmingpool der Isländer aufgenommen wurde. Für sein viertes Album hat sich LaValle ein halbes Jahr lang zurückgezogen und sein Innerstes auskomponiert. Nahezu alles spielte er komplett in Eigenregie ein und es scheint so, als hätte er auch immer mehr Gefallen am Singen gefunden. Und das tut dieser Platte richtig gut. Mittlerweile ist Jimmy nun auch festes Mitglied von The Black Heart Procession, was auf „Into The Blue Again“ auch hier und da an den Gesangslinien zu erkennen ist. Aber: Auch das tut der Platte gut. Selbst wenn der Unterschied zu dem vorhergehenden Album vielleicht kein gravierender ist, so stört dieser Umstand im Falle von „The Album Leaf“ schlichtweg nicht. Denn von solch dichten, warmen und wunderschön molligen Alben, kann man nicht genug bekommen. (bb)

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