Alice in Chains – Rainier Fog

Rainier Fog

Alice In Chains

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Für ihr sechstes Studioalbum sind Alice in Chains nach 20 Jahren in ihre Heimatstadt Seattle zurückgekehrt und liefern fünf Jahre nach "The Devil Put Dinosaurs Here" solide das ab, was man von ihnen erwartet.

Manch einer hat womöglich gar nicht mitbekommen, dass es Alice in Chains überhaupt noch gibt. Zumindest live hatten sie sich außerhalb der USA ziemlich zurückgehaltend gezeigt. In diesem Sommer aber gab es dann doch zwei Deutschlandtermine – VOR der Veröffentlichung ihres neuen Albums "Rainier Fog", das erst jetzt bereit steht. 

Ein Album, mit dem Alice in Chains das Alternative-Rock-Genre sicher nicht neu erfinden, mit dem sie sich jedoch treu bleiben und genau das abliefern, was man von ihnen hören möchte:  Melancholische Melodien, großartige Riffs und den mit vielen Emotionen aufgeladenen Gesang von Jerry Cantrell. 

Gemeinsam mit Bands wie Pearl Jam, Soundgarden und Nirvana schufen Alice in Chains Anfang der Neunziger das, was heute gemeinhin als Grunge bekannt ist und als letzte echte Revolution der Rockmusik gilt. Mit ihnen wurde Seattle zu einem wichtigen Punkt auf der musikalischen Landkarte, und genau dorthin zog es sie für "Rainier Fog" nun wieder zurück. 

Zurück ins Bad Animals Studio. Hier hatte die Band zuletzt 1995 ihr selbstbetiteltes Doppel-Platin-Album aufgenommen.

Mit dem Song "Never Fade" gibt es um Ende hin auch noch einen Gruß an den verstorbenen Soundgarden-Frontmann Chris Cornell mit auf den Weg: "Never fade / I know you think you're someone I forgot / Never fade / I'm everything you really think I'm not."

Trotz ein paar kleinerer Schwächen ist "Rainier Fog" eine Hommage an den Sound von einst und dennoch wunderbar zeitlos. Eine solide Platte, die Alice-in-Chains-Fans zurfriedenstellen dürfte. 

Ähnliche Künstler

Empfohlene Themen