Live

Live

Âme

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Zehn Jahre Ame, sieben Jahre „Rej“ - Frank Wiedemann und Kristian Beyer ziehen Bilanz mit einem Album, das sich nicht entscheiden möchte zwischen Studioalbum und Liveset, zwischen House für den Club und Musik für Zuhause.

Es ist ein bisschen hochtrabend, wenn ein DJ-Duo ein Album veröffentlicht, das den Titel „Live“ trägt. Frank Wiedemann und Kristian Beyer alias Ame machen sich nicht die Mühe zu verschleiern, dass der Mix auf ihrem „Live“-Album im Studio nachbearbeitet wurde. Es ist letztendlich aber auch nicht wichtig, wieweit dieses Album ein Abbild der Liveshows von Beyer und Wiedemann ist. Denn dem Sog ihrer unglaublich deepen, an Detroit Techno und Jazz gleichermaßen geschulten Tracks kann man sich sowieso nicht entziehen.

So spart man sich besser auch den Blick auf die Tracklist, die mit Roy Ayers, Gui Boratto, Unkle oder Underworld einige bekannte Namen aufzählt, und konzentriert sich auf die feingliedrigen, stets ein wenig entrückt wirkenden Produktionen von Ame. Im Mittelpunkt von „Live“ steht „D.P.O.M.B.“, ein Track den Ame gemeinsam mit Henrik Schwarz und Dixon geschrieben haben und der den Innervisions-Sound auf den Punkt bringt: Guter House erzählt die Geschichte seiner Wurzeln musikalisch weiter. Afrobeat, Jazz, Detroit Techno kombinieren Ame dabei mit der Präzision von Kraftwerk und befreien sich mit „Live“ davon, dass man ihr Album auf seine Clubtauglichkeit hin abklopfen könnte. Der entsteht im Kopf...

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