Don´t Stop

Don´t Stop

Annie

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Besser hätte Annie den Titel ihres zweiten Albums nicht wählen können. Zum zweiten Mal von einem Major gedroppt, lässt sich die zierliche Norwegerin nicht unterkriegen. Und veröffentlicht "Don't Stop" mit einem Jahr Verspätung independent.

Nach der EMI, die Annie nach dem überraschenden Erfolg von "The Greatest Hit" 1999 gesignt hatte und das Album "Anniemal" mit Anne Lilia Berge Strand realisierten, ist Annie auch bei Universal nicht lange gelitten gewesen. Ursprünglich sollte ihr zweites Album "Don't Stop" Ende 2008 beim größten Major erscheinen, wurde aber zunächst ein halbes Jahr geschoben, um dann ganz aus den Listen zu verschwinden.

Man kann nur spekulieren, was in der Zwischenzeit passiert ist. Auf der Version von "Don't Stop", die jetzt beim norwegischen Indie Smalltown Supersound erscheint, fehlen die Vorab-Singles "I Know UR Girlfriend hates me", "Anthonio" und das Stacey Q-Cover "Two Of Hearts". Ihrem Frust über die vergangenen Monate Luft macht Annie im programmatischen "I Don't Like Your Band", dem vielleicht wütendsten Hochglanz-Popsong der letzten Jahre. Trotz weiterer überraschend aggressiver Songs wie dem Opener "Hey Annie" bleibt Annie auch auf "Don't Stop" zwiespältig und die Linie zwischen Bubbelgum und Kylie Minogue fürs Indie-Feuilleton verdammt dünn.

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