Vivaldi, il furioso

Antonio Vivaldi - Vivaldi, il furioso

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So auffällig und grell wie sein legendärer roter Haarschopf sind auch viele seiner größten Opernarien. Antonio Vivaldi, auch genannt "der rote Priester", hat vielleicht selbst nicht alle Leidenschaften erlebt, aber er hat sie in Musik verpackt.

Ungestüm, passioniert und exzessiv, so war Vivaldis Charakter. Alles, was er anfaßte, tat er mit totaler Hingabe und absolutem Kampfgeist. Er war streitsüchtig und ein Heißsporn, dem eben keine Emotion fremd war. Doch trotz der lebenslangen Liebe zu seiner bevorzugten Sängerin Anna Girò ist es möglich, dass Antonio Vivaldi sein Leben in Keuschheit zugebracht hat. Jedenfalls so weit man heute weiß waren die Musik und die Opernbühne zumindest offiziell die beiden einzigen Geliebten in seinem Leben. Denn Vivaldi war ausgebildeter katholischer Priester und diesen Status hat er Zeit seines Lebens beibehalten, obwohl er den Priesterberuf schon in jungen Jahren aufgab.

Aber selbst falls dem so gewesen sein sollte, in seiner Seele verstanden und nachgefühlt hat der Venezianische Meister jede heftige Emotion zu der Menschen in der Lage sind - von der nobelsten bis zur schwärzesten. Seite für Seite sind die Partituren seiner Opern randvoll mit einem wilden Pulsschlag und vitalster Energie, die Vivaldi in maximalen dramaturgischen Effekten zementiert hat.

Der gemeinsame Nenner dieser leidenschaftlichen Stücke könnte sehr wohl perfekt mit dem italienischen Wort "furore" zusammengefaßt werden. Dieses kleine Wort ist sehr vielfältig übersetzbar, als Wut oder Zorn, aber auch als Leidenschaft, als Extravaganz, als Ekstase und als Wahnsinn. Alles das ist die Quintessenz des Opernkomponisten Vivaldi. Seine hitzigsten Arien sind auf dem Album "Vivaldi, il furioso" kompiliert. Unser Hörbeispiel daraus, "In somno profundo" aus der Oper "Juditha Triumphans" wird von einer der berühmtesten Opernsängerinnen unserer Tage gesungen, der tschechischen Mezzosopranistin Magdalena Kožená.

1 CD, ca. 78 Minuten

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