Krieg und Frieden (Music for Theatre)

Krieg und Frieden (Music for Theatre)

Apparat

Redaktionswertung: 
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Sascha Ring aka Apparat überrascht auf seinem neuen Album. „Krieg und Frieden (Music For Theatre)“ ist das Ergebnis seiner ersten Arbeit fürs Theater. Geschrieben wurden die Stücke für eine Tolstoi-Inszenierung im Rahmen der Ruhrfestspiele 2012. Die Songs funktionieren aber auch ohne die entsprechende Aufführung überraschend gut.

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In der Inszenierung von Sebastian Hartmann wurde Ring selbst Teil des Ensembles und brachte die Stücke gemeinsam mit Cellist Philipp Timm und Geiger Christoph Hartmann live auf die Bühne in Recklinghausen. Nach Ende der Ruhrfestspiele stellte sich bei den drei Musikern das Gefühl ein, mit Tolstoi, „Krieg und Frieden“ und der für die Aufführung geschriebenen Musik noch nicht fertig zu sein. 

In gemeinsamen Sessions nahmen sie sich die zuvor mit dem Ensemble erarbeiteten Songs erneut vor. Natürlich folgen auch die überarbeiteten Versionen weitgehend der Anforderung, die Dramaturgie zu unterstützen. Trotzdem schaffen es Ring und seine Mitstreiter sich zwischen dramatischem Geigeneinsatz, noisiger Electronica und sanft pluckernden Beats von der Inszenierung zu lösen. Rings Stimme wird nur spärlich eingesetzt, neben dem wie ein klassischer Schlusssong im Film funktionierenden „A Violent Sky“ ist Ring nur in „LightOn“ zu hören. Das mögen Fans von Apparats letztem Album als Mangel ansehen, der Musik auf „Krieg und Frieden“ tut diese Zurückhaltung und die Konzentration auf Ambient dagegen gut.

Tourdaten:

01.06.2013 Leipzig, Centraltheater
02.06.2013  Leipzig, Centraltheater
03.06.2013 A-Wien, Stadtsaal
04.06.2013 CH-Zürich, Kaufleuten
05.06.2013 München, Volkstheater

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