At.Long.Last.A$AP

At.Long.Last.A$AP

A$AP Rocky

Redaktionswertung: 
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Beyoncé, Kendrick und Co. lassen grüßen: In einem überraschenden Move hat ASAP Rocky sein zweites Album eine Woche früher gedroppt als eigentlich geplant.

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Anders als bei den Kollegen wurde im Vorfeld allerdings schon Einiges über "At.Long.Last.A$AP" bekanntgegeben; die Tracklist etwa enthüllte, dass hochkarätige Feature-Gäste aus unterschiedlichen Genres in Hülle und Fülle (darunter Kanye West, Future, M.I.A., Schoolboy Q, Mark Ronson, Mos Def, Miguel oder Lil Wayne) mit an Bord sein würden - und selbst Rod Stewart tummelt sich in Sample-Form auf "Everyday" (die versprochenen Beiträge von FKA twigs und Lykke Li scheinen dagegen aber verloren gegangen zu sein). Kann der Pretty Motherfucker es etwa nicht alleine?

ASAP Rocky feat. Rod Stewart, Miguel & Mark Ronson - "Everyday" (Audio)

A$AP Rocky -- Everyday

Fangfrage! Die Frage stellt sich so nämlich gar nicht, denn die Gästeliste klingt in der Theorie zwar etwas überladen, die zahlreichen Star-Features tragen aber allesamt auf ihre Art zu Rockys ganz eigenem Style bei - und zu dem gehört eben eine gewisse klangliche Opulenz, auch auf instrumenteller Seite, bei der diesmal insbesondere Danger Mouse seine talentierten Pfoten im Spiel hatte.

Review & Download: ASAP Rocky - "Long.Live.A$AP"

Zugegeben, eine echte Offenbarung ist "At.Long.Last.A$AP" nicht, dazu kennt man Rockys trippy-düstere Klangästhetik mit runtergepitchten Vocals, verschleppten Drums, Halleffekten etc. einfach schon zu gut. Ein Ereignis ist es aber allemal, vor allem da der Rapper ebendiese Ästhetik auf seinem zweiten Album an vielen Stellen einen Schritt weiter denkt, neuen Einflüssen öffnet und auf diese Weise interessant hält.

ASAP Rocky - "M'$" (Audio)

Tatsächlich scheint Rocky die Hippiekultur der 70s für sich entdeckt zu haben (medienwirksam ausgeschlachtete Rauscherfahrungen inklusive), und aus trippy wird so ein ums andere Mal schlicht psychedelisch ("L$D", "Jukebox Joints", u.a.). Unerwartetes gibt's dann also doch auf "A.L.L.A.", und wenn der stylische junge New Yorker etwas aus dem gewohnten Rahmen fällt, zeigt sich wieder diese erfrischende kreative Triebkraft, die im Mainstream-Rap oft ihresgleichen sucht und die den 26-Jährigen vor nicht mal drei Jahren ganz nach oben katapultierte. Wo er auch mit dem zweiten Album locker bleiben dürfte, denn damit ist ASAP Rocky noch immer eine der faszinierendsten Figuren der US-Hip-Hop-Szene.

ASAP Rocky - "Lord Pretty Flacko Jodye 2 (LPFJ2)" (Video)

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