Long.Live.A$ap

Long.Live.A$ap

A$AP Rocky

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Ein sagenhafter Vorschuss und ein um ein halbes Jahr verschobenes Album - A$AP Rocky drohte in seiner kurzen Karriere den gleichen Weg wie andere Rap-Hoffnungsträger zu gehen. Doch Zweifel an seiner Haltbarkeit räumt A$AP Rocky mit seinem Debüt „Long.Live.A$AP“ beiseite.

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Er spielte im Video neben Lana Del Rey, lässt sich von Florence & The Machine und Santigold die Hooks singen und versammelt Rapper wie Danny Brown, Kendrick Lamar und Drake auf seinem Album. Die Beats dazu kommen von „big names“ wie Danger Mouse, Skrillex und Clams Casino - Was hat A$AP Rocky, was andere Rapper nicht haben? Zunächst einmal einen eigenwilligen Flow, der zwischen gefährlichem Schmeicheln und bissigem Keifen wechselt. Dass seine Rapskills nicht die allerbesten sind, muss A$AP Rocky allerdings in den Feature-Tracks schmerzhaft erfahren: Kendrick Lamar, Danny Brown oder Action Bronson stehlen ihm raptechnisch die Show.

Zum anderen eine eigenständige Vorstellung davon, wie er klingen möchte. Die Beats auf „Long.Live A$AP“ suchen zwischen runtergepitchten Oldschool-Drumcomputerbeats den Schulterschluss mit Pop, ohne den Hardcore-Gangsta von der Straßenecke vor den Kopf zu stoßen. So ist „Long.Live.A$AP“ der seltene Fall eines reinen Hip-Hop-Albums, das genug Pop-Potential zu bieten hat, um auch Hip-Hop Fernstehende anzufixen. Selbst die auf dem Papier kritische Verbindung mit Skrillex geht auf und fällt nicht aus dem Rahmen. So können ASAP Rocky die Plagiats-Vorwürfe von Spaceghostpurrp nichts anhaben: Den rappenden Kollegen aus Miami hat er mit diesem Album rechts überholt.

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