AMOK

AMOK

Atoms For Peace

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Thom Yorke, Frontmann von Radiohead ist rastlos. Zwischen den Alben seiner Band geht Yorke mit befreundeten Acts wie Modeselektor ins Studio oder gründet eine Supergroup wie Atoms For Peace. Die laufen auf ihrem Debütalbum im rhythmischen Sinne „Amok“ und liefern ein wohltuend überkandideltes Album ab, das auch für Radiohead-Hasser kompatibel ist.

„Ist das Kunst oder kann das weg?“ Die entscheidende Frage, die sich bei jedem neuen Radiohead-Album stellt – die Atoms For Peace interessieren sich dafür nicht eine Sekunde. Lieber igeln sich die fünf Musikmillionäre in ihrer eigenen Welt ein: ziehen rhythmisch vertrackte Wände in endlos hallenden, Turnhallen-großen Räumen und daddeln, daddeln, daddeln, dass es eine Freude ist.

"AMOK"-Albumstream

Thom Yorke, Flea, Joey Waronker (Ultraista, Ex-R.E.M.), Radiohead-Produzent Nigel Godrich und Percussionist Mauro Refosco feiern auf „Amok“ ein Fest der Polyrhythmik, das im Gegensatz zu Damon Albarns Bemühungen auf diesem Gebiet damit nicht hausieren gehen muss. „Amok“ ist überraschend, manchmal ausufernd; bisweilen zerfasert dieses Album völlig.

Aber irgendwo im übelsten „Weil-wir-es-können“-Muckertum findet „Amok“ einen Weg, auf dem Egos keinen Rolle spielen. Seine blubbernde Rhythmik lässt „Amok“ zunächst kalt erscheinen, aber irgendwann erwischen einen die getupften Grooves von Joey Waronker und Fleas breitbeinige Basslines doch – in „Default“ zum Beispiel. Dann offenbart dieses Album auch sein eigentliches Dilemma: Es ist ist zu kleinteilig und fragil für die großen Bühnen, auf die es durch seine berühmten Mitglieder zwangsläufig gehievt wird.

Tracklist:

Before Your Eyes
Default
Ingenue
Dropped
Unless
Stuck Together Pieces
Judge Jury And Executioner
Reverse Running
Amok

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