Down & Out in Paris + London

Down & Out in Paris + London

Autokratz

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Autokratz: dieser Name könnte Neurodermitis auslösen. Wie gut, dass die Tracks von Russell Crank und David Cox nur oberflächlich betrachtet widerborstig und kratzig sind. Denn tief in ihrem Herzen wollen Autokratz nur eines: herrschen durch Pop!

"Down & Out in Paris + London" knarzt, bratzt und kratzt, doch Autokratz wollen mehr als nur der nächste Indierave-Hype sein. Sozialisiert in Manchester ist ihnen ein catchy Refrain so wichtig wie die nächste Abfahrt. Und so knallen hier immer wieder Synthie-Pop und Four-To-The Floor aufeinander, schaffen es Crank und Cox ihre Tracks aus dem Klammergriff des Nu Rave zu winden.

Absolut folgerichtig, dass die beiden damit auf Kitsuné gelandet sind, wenn gleich diesmal keine Myspace-Geschichte dahinter steht, sondern das gute alte Demo die Pariser von Autokratz überzeugen konnte. Das Hipster-Label hatte ja schon immer ein Händchen für die poppigere Seite der ganzen Indie-Synthie-Rave-Blase und so befinden sich die beiden Engländer hier in bester Gesellschaft. "Down & Out in Paris + London" soll nur eine Episode auf dem Weg zum Album bleiben. Mit Tracks wie "Stay The Same", "Pardon Garcon" oder "Last Show" konnten Autokratz schon punkten, demnächst muss Neues her. Vielleicht sind sie deshalb so generös und bieten die komplette EP als Free Download an.

Florian Schneider / Tonspion.de

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