Broke With Expensive Taste

Azealia Banks - Broke With Expensive Taste

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

"Azealia Banks gehört schon jetzt zu den wichtigsten Künstlerinnen des Jahres, obwohl sie kein Album veröffentlicht hat." Dieser Satz unseres Kollegen Schneider stammt aus dem Jahr 2012. Jetzt ist das Debütalbum endlich erschienen und beweist: die Vorschusslorbeeren waren wohl verdient.

Geschlagene drei Jahre hat es gedauert, bis das Rap-Großtalent Azealia Banks nach ihrer ersten Hitsingle "212" nun endlich auch das zugehörige Debütalbum vorlegen kann. In den drei Jahren hat sie unsere Nerven arg strapaziert, denn der ersten Schockverliebtheit folgten einige weniger inspirierte Tracks und Mixtapes, unendlicher Twitter-Beef und ein Produzentenverschleiß, wie ihn sich sonst nur große Diven sich erlauben können. 

Letztlich zeigt all das aber auch, dass Azealia Banks verdammt noch mal weiß, was sie tut und was sie will und nicht bereit ist Kompromisse einzugehen. So machen nur echte Künstler das. Der Beweis lässt sich nun in Form von "Broke With Expensive Taste" auf insgesamt 16 Tracks nachhören.

Trotz all der Verwicklungen der letzten Jahre, mit dem Höhepunkt, dass sie sich aus ihrem Majorvertrag herauslösen konnte (was man als Künstler erstmal überleben muss), ist das Album aus einem Guss. Und dennoch nicht eintönig. Azealia Banks liebäugelt mit den verschiedenen Musikrichtungen, verbindet Rap, Soul, Techno, Lo-Fi und Pop ganz selbstverständlich und verleiht mit ihrer großen Klappe all dem einen roten Faden. Und so hat sie es doch noch geschafft, eines der besten Rap-Alben des Jahres herauszubringen.

Wir haben es ja schon damals gesagt und jetzt steht es fest: Azealia for president!

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