Funplex

B-52s - Funplex

Redaktionswertung: 
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Ein Comeback der B52s lag nicht unbedingt in der Luft. 16 Jahre nach dem Release ihres letzten Albums "Good Stuff" melden sich die vier aus Athens mit "Funplex" zurück und liefern ein durchaus widersprüchliches Vergnügen ab.

"Funplex" treffender hätten die B52s ihr neues Album nicht betiteln können. Das klingt nach Freizeitpark, nach vielen bunten Lichtern, nach "Hereinspaziert! Hereinspaziert!". Für mich haben die B52s jedenfalls schon immer Rummelplatz-Musik gemacht, was in diesem Fall absolut als Kompliment zu verstehen ist. Die comichafte Stimme von Fred Strickland, der sich wie der Halbbruder von Jello Biafra (Dead Kennedys) anhört, die grellen Outfits, die Bienenkorbfrisuren (Übrigens, Frau Winehouse, so wie bei Kate Pierson muss das aussehen!), der Titeltrack für Fred Feuersteins Kinoabenteuer ...

Die Attraktionen der B52s sind etwas in die Jahre gekommen, die Achterbahn namens Pop zuckelt eher gemächlich um die Kurven. Die Fahrgeschäfte überzieht eine liebenswerte Patina. Wie der Tivoli in Kopenhagen wirken die B 52s 2008 wie ein Relikt: Das macht Spaß, es gibt wahrlich gute Momente, aber das Adrenalin will einfach nicht mehr so richtig durch die Adern pumpen.

Für "Funplex" gilt nur bedingt, was auf Wikipedia zum selbstbetitelten Debüt der B52s von 1979 zu lesen ist: "(Die B52s haben) bewiesen, das (sic!) Rock and Roll nicht tot ist, sondern immer noch aktuell; gerade wenn er Themen wie Sex, Haare und Tanzen behandelt."

Florian Schneider / Tonspion.de

B-52s

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