Shotter´s Nation

Shotter´s Nation

Babyshambles

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Pete Doherty morpht sich durchs Leben. Als Musiker hat er anfangs in den Schlagzeilen debütiert, mutierte dann zu einer eher zweifelhaften Medienpersönlichkeit im Gespann mit Kate Moss und sollte jetzt mit diesem Album endlich wieder als Songwriter wahrgenommen werden.

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Und genau das wird ihm gelingen. Zurecht. Denn von Anfang versprühen die neuen Songs, die z.T. auf alten Demos basieren (z.B. "Unbilo Titled") diesen typischen Doherty-Charme: unausgegoren irgendwie, dabei aber mit einem unglaublich Touch für Meldodik und dem Drive der innerlichen Zerrissenheit, der Ambilvalenz des Rock´n´Roll eben. Wie aus dem Ärmel geschüttelt, abgfucked und abgehoben, aber gerade deswegen mit unberechenbaren Überraschungsmomenten. Wenn es nicht so abgegriffen wäre, könnte man an dieser Stelle wieder das angespannte Verhältnis von Genie und Wahnsinn anführen.

Herausragend beispielsweise der Opener mit seinem markanten Riff, hinreissend und - ja, das Unwort muss hier erlaubt sein - authentisch die Ballade "Lost Art Of A Murder", die das Label zum kostenlosen Download anbietet.

Auch anhand des an dieser Stelle empfohlenden Stückes, eine spärlich instrumentierte Version des jetzigen Albumtracks, wird deutlich, dass man diese Band keineswegs nur noch mit den Irrungen und Wirrungen ihres Sängers assoziieren sollte. Denn mit hinreichend Abstand zur Boulevard-Presse darf eigentlich nur ein Fazit erlaubt sein: eines der besten Rockalben der letzten Monate.

Jan Schimmang / tonspion.de

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