New Maps Of Hell

New Maps Of Hell

Bad Religion

Redaktionswertung: 
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Der Eine schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und schreit: „Die kriegen wohl nie genug, die Punk-Opis!“, wohingegen der Punkrocknimmersatt die Faust in die Luft reckt und aus voller Kehle mitgrölt. So etwas klingt nach einem neuen Bad Religion-Album.

Sänger Greg Graffin war zwischenzeitlich mal solo unterwegs. Neben Doktorarbeit, Familie und Bad Religion-Erholung hatte er sich Zeit für sein Akustikalbum „Cold As The Clay“ genommen. Aber mal ehrlich, altes Punkrockherz, bist du damit jemals warm geworden? So ohne Zerrgitarre, ohne Schreigesang und ohne Punkbeat fehlte dir doch so ziemlich alles, was du als alte Bad Religion-Seele so liebtest. Die schnellen, knappen, punktierten Riffs, die stets hart und melodisch zugleich blieben. Die markante Stimme Graffins, die sowohl glasklar singen, als auch raubeinig schreien konnte. All dies liebte man spätestens 1988, als bereits das dritte Album von Bad Religion namens „Suffer“ erschien. Ein Meilenstein des Punkrocks. Mit diesem Album sollten sie sich einen Namen im Punkrock machen, traf doch melodischer Hardcore auf Politpunkrock. Ein Crash, ohne den es Green Day und Konsorten vermutlich niemals so weit gebracht hätten. Es folgten zehn weitere Alben und damit sind wir mit "New Maps Of Hell" bei Album Nr 14. Und wie das klingt? Manchmal wie damals, nur eben reifer, dicker, behäbiger und erwachsener. Für den Einen ist das abgedroschener, seelenloser Rentner-Punkrock, für den Anderen eine Institution auf Lebenszeiten. Beide Seiten bekommen hier das zu hören, was sie sich wünschen. (bb)

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