Cease To Begin

Cease To Begin

Band Of Horses

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Was Leverkusen mit Seattle gemein hat? Musikalisch vermutlich nichts Großartiges, sportlich aber mehr als zwei Meter. Band Of Horses singen davon ein Lied, zu hören auf ihrem großen zweiten Album.

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Einer der ersten deutschen Basketballspieler, der es in die NBA schaffte und dort, u.a. auch bei den Seattle SuperSonics gefeiert wurde, war der Leverkusener Detlef Schrempf. Was die glänzenden, tätowierten und unsportlichen Gestalten von Band Of Horses mit dem Riesen verbindet? Vermutlich nur die Seattle-Connection und eine gewisse Größe. Ob sie deshalb einen ihrer neuen Songs nach dem 2,08 Meter-Mann benannt haben, bleibt spekulativ. Gewiss ist aber, dass sich einiges im Stall geändert hat: Die Band vergrößerte und verkleinerte sich innerhalb des letzten Jahres mehrmals. Einschneidend war, dass Mitbegründer Mat Brooke ausstieg und sich schlussendlich ein Trio geformt hat, das Seattle verließ.

Unverändert aber ist, dass für „Cease To Begin“ die Labelbase bei Sub Pop in Seattle blieb und erneut auf Produzent Phil Ek (Built To Spill, The Shins) zurückgriffen wurde. Geblieben sind auch die kristallkalten Gitarren, die Wechselbäder zwischen Schwung und Getragenem, das Kratzbürstige, Eisige und Große. Auch der Gesang ist noch der gute, der Poesie durch die Luft sägen lässt und damit alles berührt, was empfindungsfähig ist. Die nur vermeintlich altbackenen Zutaten aus The Flaming Lips, Modest Mouse und Built To Spill haben ein weiteres riesiges Band Of Horses-Album gezeugt. Auf die wahren Größen kommt es eben an.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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