Beach House - 7

7

Beach House

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

An Beach House klebt folgendes Türschild: Hier wohnt der Dreampop. Auf ihrem mittlerweile siebten Studioalbum wackelt das Schild nun stürmisch, denn das Duo bringt frischen Wind in Form von noisigen und flirrenden Gitarren in ihre bislang eher ruhige Musik – und dennoch bleibt das nunmehr wackelnde Dreampop-Schild am Haus hängen.

Weniger ätherisch als üblich, sondern drängender und dunkler lassen Beach House "7" beginnen: Der Track "Dark Spring" ist ein schimmernder und sogar schneller Shoegaze-Song, der an My Bloody Valentine und Slowdive sowie an die pschedelisch-repetetiven Stereolab erinnert.

Video: Dark Spring

Mit verlässlicher Qualität, aber auch zunehmend um sich selbst kreisendem Sound, bewegten sich Victoria Legrand und Alex Scally Musik nun bereits seit 2007 in ihrem sphärisch-schwebenden Synthieflächen-Sound mit melodischem Gitarrenspiel: Das in diesem Fall nicht verflixte siebte Album bricht aus diesem hypnotischen Muster aus und ist eine sanfte sowie nuancierte Justierung der bisherigen Dreampop-Songs mit tiefem Gesang.

Bedrohlicher und ja – zuweilen sogar beschwingter – klingen Beach House nun und diese Renovierung hat ihrem verträumten und zu verblassen drohendem Strandhaus wirklich gut getan.

Tourdaten Beach House 2018

01.10. Köln, Gloria
02.10. Berlin, Huxley’s
11.10. Hamburg, Kampnagel

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