2nd Hand Cannibals

Beach - 2nd Hand Cannibals

Artist: 
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Beach wollen nicht Welle noch Gegenwelle reiten. Das unterstreichen sie in Info und Artwork, das zeigt ihre Musik: Druckrock und Metalandeutung, trocken verschachtelt und verkantet, so selbstverständlich explosiv wie in sich ruhend.

Der unbedingte Wille zur Beschränkung aufs Wesentliche klingt bei Beach noch aus dem verkrümmtesten Taktkonstrukt. Das Bass-Gesang-Gitarre-Schlagzeug-Trio aus Berlin wählt seine Mittel mit Bedacht und erzeugt trockene, unsphärische Dichte. Angenehm erinnert ihr Debüt an Favoriten von Tad bis Tool und konfrontiert doch mit mitunter aufregenden Neuigkeiten. Mitunter steht Verweigerung der Spontaneität im Weg, stellt ein Break dem Song ein Bein, dreht sich die Band ungewollt im Kreis. Das ist mal aufregend anders, mal ein wenig schade. Doch immer spielt hier ist eine Band, die weiß, was sie kann und will. Die ruhig abwartet und schaut, wohin sie beides bringen wird. Zunächst sind sie mit dem Titelsong ihres Debüts auf dem aktuellen Was-geht-so-in-Berlin-Sampler "Berliner Ring" gelandet. Hier drücken sich Berliner Gitarrenbrecher gegenseitig an die Wand, präsentiert sich Prominenz und Semiprominenz von Stoner bis Progcore. Mit The Ocean, Arvid Noir, Samavayo und vielen anderen im Gepäck eine famose Sache. In Beachdebüt und Ringsampler reinhören gleichzeitig? Mit nur einem Song? Klar geht das. "Berliner Ring" erscheint am 23.09., das hier empfohlene Beach-Debüt ist bereits veröffentlicht. (sc)

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