Hot Sauce Committee Part Two

Hot Sauce Committee Part Two

Beastie Boys

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Mehr als 30 Jahre im Dienst des ewigen Hip-Hop-Mantras „Two Turntables and A Microphone“ sind auch an den Beastie Boys nicht vorbeigegangen. Welchen Einfluss die B-Boys nach wie vor haben, zeigt ihr achtes Album „Hot Sauce Committee“.

Grau Schläfen, Falten im Gesicht und im Kopf mehr idiotische Ideen als eine Horde Kinder. Allerdings mit dem Unterschied, dass die Beastie Boys über das Geld und die Connections verfügen, ihre Kindereien in die Tat umzusetzen: Mit der halbstündigen Fortsetzung des Videos zu „Fight For Your Right (To Party)“, in dem halb Hollywood zum Cameoauftritt vorbeischaut, haben die Beastie Boys einen Klassiker des Genres abgeliefert; mit dem von Spike Jonze in Szene gesetzten Video zu „Don't Play No Game That I Can't Win“ haben sie sich den Traum von der eigenen Actionfigur erfüllt.

Man muss ihr achtes Album als Teil dieser Phase der Regression werten, woran sicher auch MCAs Krebserkrankung ihren Anteil haben dürfte. Der heiße Scheiß ist „Hot Sauce Committee“ nicht mehr, trotzdem tut es gut wieder von den Beastie Boys zu hören. Und sei es nur als Erinnerung daran, dass es Zeiten gaben, in denen die Musikindustrie noch über ein kleines Bisschen Unschuld verfügte. Heutzutage hätten die Beastie Boys definitiv keine Chance mehr, ein Album wie „Paul's Boutique“ aufzunehmen.

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