Morning Phase

Beck

Redaktionswertung: 
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Beck ist ein Ästhet, das bestätigt sein neues Album „Morning Phase“, das 12. seiner Karriere. Darauf: Fett orchestrierter Folk in 13 ungemein geschmackvollen Songs, garniert mit dem typisch nebulösen Beck-Gesang.

Je länger die Karriere von Beck dauert, umso mehr wirkt „Loser“ wie ein Betriebsunfall. Denn Lo-Fi ist etwas, womit sich Beck nur noch beschäftigt, wenn es darum geht, seine Stimme so herrlich abwesend klingen zu lassen, wie es auf „Morning Phase“ der Fall ist. Der Rest ist Design, eine perfekte Imitation von 70er Jahre Folk. Das wäre aber alles nichts wert, würde es Beck nicht mit der ihm eigenen Lässigkeit gelingen, einen mit seinen Songs zu berühren.

Beck - Morning Phase (Albumstream)

Wäre Becks Stimme in ihren Fähigkeiten nicht so wunderbar limitiert, seine „Morning Phase“ könnte in Richtung Schmalz abdriften. So geistert sie aber wieder wie ein scheues Reh durch Songs, die nie ihre Zurückhaltung und Selbstbeherrschung aufgeben; selbst dann nicht, wenn Beck selbst die Kontrolle verliert und mit matter Stimme klagt: „I'm so tired of being lone“. Beck ist eben ein Ästhet und „Morning Phase“ ein besonders gelungener Ausdruck seiner Ästhetik: Kunstvoll, abseitig und geerdet!

„Morning Phase“ erscheint am 28.02.2014.

Tracklist:

1. Cycle
2. Morning
3. Heart Is A Drum
4. Say Goodbye
5. Blue Moon
6. Unforgiven
7. Wave
8. Don't Let It Go
9. Blackbird Chain
10. Phase
11. Turn Away
12. Country Down
13. Waking Light

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