The Flying Club Cup

The Flying Club Cup

Beirut

Redaktionswertung: 
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„Gulag Orkestar“ war ein Paukenschlag. Ganz großartig vermengte Zach Condon auf jenem Debütalbum Beiruts Folk-, Ethno- und Popelemente in immensen Gänsehautmomenten miteinander. Genau das macht er auf seinem zweiten Album nun ein weiteres Mal.

Ende letzten Jahres war die Erschöpfung groß. Der junge Herr Condon hatte sich etwas übernommen und nicht auf seinen Körper gehört, als er bis zum totalen Kollaps und dem daraus resultierenden Krankenhausaufenthalt auf Konzertreise war. Nun hat er sich wieder erholt, von den Strapazen und Krankheiten des musikalischen Vagabunden-Lifestyle und stellt sein zweites Album in die Mitte dieser Welt. Während auf der zwischenzeitlich erschienenen „Lon Gisland“-EP der Balkan-Einschlag noch deutlich zu vernehmen war, stand bei „The Flying Club Cup“ nun eine andere Gegend musikalisch Pate.

Zwölf Stücke sind es geworden, deren Inspiration und Assoziation in Frankreichs Landschaft und Geiste zu finden sind und in der von Beirut gewohnten Manier vertont wurden. Da sind die alten Bläser, die traurigen Geigen, das aufbauend Perkussive und die kleinen verspielten Gitarren, die diesen folkloristischen Ethnopop gemeinsam zelebrieren. Leider ist die Dichte der großen Gänsehautattacken nicht mehr ganz so hoch, wie auf dem Vorgängeralbum – aber vielleicht ist man schlichtweg auch noch vom Debüt sensibilisiert und verwöhnt. Denn selbst wenn man sich heute schon für das dritte Album Beiruts etwas mehr an Neuigkeiten und Veränderungen wünscht, bleibt „The Flying Club Cup“ ein wunderschönes Album.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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