Gulag Orkestar

Gulag Orkestar

Beirut

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Viel zu viel Zeit seines Lebens verbringt der Mensch damit, auf etwas zu warten. Nur in den seltensten Fällen lohnt sich das letztlich, in diesem aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr.

Noch nicht einmal 20 Jahre jung war er, als er der Musikwelt „Gulag Orkestar“ schenkte und sie damit vollends begeisterte. Zach Condon hatte scheinbar aus dem Nichts ein Meisterdebüt aus seinem Ärmel geschüttelt, das noch immer seinesgleichen sucht. Seitdem wartet die Welt auf Neues von Beirut. Die „Lon Gisland“- EP hatte schon etwas Zeit vertrieben können, aber das was man hören will, steht erst jetzt in den Startlöchern. Das neue Album „The Flying Club Cup“ soll Anfang Oktober veröffentlicht werden - und ganz schön anders geworden sein.

Während das Debüt „Gulag Orkestar“ noch von der Folklore Osteuropas und den Melodien des Balkans geprägt war, so soll das neue Werk doch deutlich westlicher, genau genommen frankophil klingen. Denn Inspirationen und Assoziationen hat Condon diesmal in Frankreich gefunden und gesammelt. Die auf „The Flying Club Cup“ enthaltenen zwölf Stücke sollen dementsprechend allesamt an Orte und Erinnerungen in Frankreich geknüpft sein.

Man kann gespannt sein, was uns im Herbst also erwartet. Zur Überbrückung der noch so ewig erscheinenden Wartezeit, kann man sich auf der verlinkten Seite nochmals das fantastische „Postcards From Italy“ vom fantastischen Vorgängeralbum anhören. Die Vorfreude könnte kaum größer sein – speziell, wenn man diese Melodien und diese Stimme wieder und wieder hört. Warten kann manchmal doch ganz schön schön sein. (bb)

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