The Gulag Orkestar

The Gulag Orkestar

Beirut

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Ein zwanzigjähriger Amerikaner nimmt in seinem Wohnzimmer ein paar Songs auf. Soweit eigentlich nichts Besonderes. Doch dieses Album hier klingt anders. Nämlich nach osteuropäischer Folklore mit Pop-Appeal.

Der Junge Mann, der mit "The Gulag Orkestar" ein vollkommen unorthodoxes Album eingspielt hat, heißt Zack Condon, kommt ursprünglich aus New Mexico, lebt jetzt aber in Brooklyn. Und ja, es gibt einen Link zu den Akkordeon-Klängen und Trompeten, zu denen er so wehmütig singt: seine Großeltern waren russische Immigranten. Dieser kulturelle Hintergrund, die traditionelle Sozialisation wird bei Condons Projekt Beirut im Sinne des Pop erweitert. Das klingt dann, als würde David Byrne mit einem Akkordeon durch Osteuropa reisen. Zack hat genau das getan, er zog durch die Länder. Anscheinend trieb es ihn auch nach Berlin, denn eines seiner Stücke nennt er "Prenzlauerberg". Es klingt nach Straßenmusik, die eine Bühne verdient hat. Wer sich unter all dem letztendlich doch nichts vorstellen kann, der höre bitte den hier als Highlight des Albums empfohlenden Track: eine Liebeserklärung an den musikalischen Ursprung und gleichzeitig eine Ode an die Freiheit der Musik. Für alle, die endlich aus ihrer kleinen Pop-Welt ausbrechen wollen. Und das Visa dafür erteilt Zack Condon aka Beirut mit seinem Gulag Orkestar. (js)

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