Lon Gisland (EP)

Lon Gisland (EP)

Beirut

Redaktionswertung: 
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Eins der meistdiskutierten Alben des vergangenen Jahres hat ein herumreisender Jungspund mit seinen seltsamen Instrumenten und ungewöhnlichen Harmonien vorgelegt. Hier ein Nachtrag aus seinem musikalischen Reisetagebuch.

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Momentan ist Zach Condon zuhause, mal ausruhen und runterkommen. Oder schraubt er vielleicht doch schon an einem neuen Elektroalbum? Oder kauft er schon wieder neue Instrumente auf dem sibirischen Wochenmarkt? Als im letzten Jahr das Debüt von Condons Ein-Mann-Reiseprojekt in die (musikalisch) so selten besuchten Länder veröffentlicht wurde, konnte kaum jemand die genauen Bezeichnungen der Instrumente aussprechen, die auf „Gulag Orkestar“ erklangen und die schönsten Melodien der Welt erzeugten.

Um dieses musikalische und weltumarmende Novum, was der junge Herr da plötzlich den Menschen vorspielte, zu verstehen und in Worte zu fassen, erfand man die absurdesten Populärreferenzen: Jacques Brel trifft auf Thom Yorke und The Smiths spielen auf dem Balkan mit den Klezmers. Absurd, aber irgendwie stimmt`s ja auch...

Die „Lon Gisland“ EP ist der Zusatz, den 4AD Ende letzten Jahres zum Re-Release von „Gulag Orkestar“ auslieferte. Ein feiner Bonus, den nun Ba Da Bing nochmals als eigenständiges Release verschickt. Fünf Tracks, d.h. vier Songs, die wieder so erfrischend anders sind, die wiederum so schön sind. Die wohlklingende Reise des Jungen mit den komischen Instrumenten geht also weiter. (bb)

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