Diary of An Afro Warrior

Diary of An Afro Warrior

Benga

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Nach Burials letztjährigem Genre-Meilenstein „Untrue“ schickt sich erneut ein Dubstep-Produzent an, ein erstklassiges Album zu veröffentlichen. Benga beruft sich dabei auf seine afrikanischen Wurzeln und apostrophiert sich kämpferisch als Afro Warrior.

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Dubstep pendelt ständig zwischen Futurismus und Archaik. Die Bässe, das gemächliche Tempo, die zahlreichen Anleihen an Reggae geben dem Genre etwas Bodenständiges. Die Kälte und mathematische Präzision der Beats hingegen weisen Dubstep stets als zutiefst urbane Angelegenheit aus: Anonymität in der Großstadt, alltägliche Bedrohungen, Verlorenheit. All das findet man auch "Diary Of An Afro Warrior", dem Debütalbum des 21-jährigen Benga.

Was Dubstep aber so spannend macht, und ihn schon jetzt wandlungsfähiger als Drum`n`Bass erscheinen lässt, ist die Tatsache, dass Bengas Album eine weitere Facette betont. Von futuristischem Downbeat-Electro bis zu ungnädig sägenden Bassgewittern reicht das musikalische Arsenal von Benga. Weniger tiefgründig und verzweifelt als Burial, weniger uplifting als sein Kumpel Skream. Nur tanzen, werden viele sagen, kann man dazu immer noch nicht, aber bewegend ist Bengas Tagebuch allemal.

Florian Schneider / Tonspion.de

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