Partie Traumatic

Partie Traumatic

Black Kids

Redaktionswertung: 
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Feste Zahnspangen, Flaschen drehen und die bange Frage: "Willst Du mit mir gehen?". Teenage-Nöte und Ängste, die große Party Leben, das ist die Welt der Black Kids um das Geschwisterpaar Reggie und Ali Youngblood. Dabei ist "Partie Traumatic" mehr als Regression.

Bisher haben die Black Kids eine prototypische Karriere im Internet-Zeitalter hingelegt. Erste Tracks wurden kostenlos über die eigene Myspace-Seite verteilt. Während man daheim in den USA auf durchweg taube Ohren stieß, konnten sich die Indiekids diesseits des Atlantiks schnell auf die Fünf aus dem Rentnerstaat Florida einigen. Eine Übersiedlung nach London später ist das Debütalbum fertig und erscheint bei einem Major.

Die Teenager-Welt der Black Kids ist einfach zu verführerisch, dass man dahinter nicht ein großes Geschäft wittern könnte. Zuckersüße Melodien, mit denen Sänger Reggie Youngblood gerne mal The Cures Robert Smith zitiert. In der Demo-Version von "I´m Not Gonna Teach Your Boyfriend How To Dance With You" überdeutlich zu hören. Das hat ihm Suede-Guitarist Bernard Butler auf dem Album ein bisschen ausgetrieben und dafür die slicken Keyboards mehr in den Vordergrund gerückt.

"Partie Traumatic" ist so energisch und wild wie es Teenager-Partys nun einmal sind. Mit dem Unterschied, dass man auch als Endzwanziger nicht außen vor bleiben muss, man kann sich mitten ins Getümmel stürzen. Nebenbei bemerkt, von wegen Myspace-Karriere, inzwischen denken die Black Kids schon laut darüber nach, es bei dieser einen Platte zu belassen. Die sollte man deshalb auf keinen Fall verpassen.

Florian Schneider / Tonspion.de

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