Black Mountain

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Black Mountain: fünf Kanadier leben ihren Traum von postmoderner Rockmusik. Zitatreich, gewaltig, brachial, hoffnungslos nostalgisch und doch frisch! Willkommen im Land der schwarzen Berge!

Als hätte es ein Ende der Freaks und Hippies nie gegeben, bedienen sich Black Mountain hemmungslos im Fundus der 60s und 70s. Das Experimentelle von Velvet Underground trifft auf das Riffing von Led Zeppelin, die Feedbacks von Neil Young´s Crazy Horse treffen auf die bleierne Schwere von Black Sabbath. Darüber wabert dicker Rauch, Halluzinogene liegen auf dem Tisch in einem Schälchen bereit. Daneben hat jemand in großen Lettern „Hard Rock“ in die Tischplatte geritzt. Eigentlich fehlt nur noch der Geruch von Schweiß und das Klischee wäre perfekt. Doch Black Mountain sind kein Klischee, ihnen steht der Sinn nicht nach Parodie. Die fünf Kanadier verweigern sich der Kategorisierung, schlagen ihre Haken von Song zu Song. Wo eben noch hemmungslos losgepoltert wird, ist im nächsten Song nur noch Experiment. Relativ straighte Rocknummern wie Druganaut steht neben seltsam entrückter Psychedelica wie Heart of Snow (Beide gibt es übrigens als Download). Ist das noch Hard-Rock? Oder doch schon Prog-Rock? Oder ist das einfach völlig egal, weil man es mit einem Monster-Album zu tun hat, das danach schreit, laut abgespielt zu werden? Dessen Originalität in der klugen und unpeinlichen Verwendung offensichtlicher Zitate liegt, ohne deren Posen eins zu eins zu adaptieren? (fs)

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