Wilderness Heart

Black Mountain - Wilderness Heart

Label: 
Redaktionswertung: 
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schwach
mittelmäßig
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herausragend

Black Sabbath und Velvet Underground - damit verbindet man dieses Quintett aus Vancouver seit fünf Jahren. Und das darf man auch weiterhin getrost tun, wenngleich den Kanadiern auf ihrem neuen Album auch der Folk und andere Verschnaufpausen Spaß zu machen scheinen.

Mit ihrem selbstbetitelten Debüt aus dem Jahre 2005 machten sie auf brachiale Weise auf sich aufmerksam. Rock, der - so kompromisslos und stampfend er auch die Größen und Attitüden der Vergangenheit huldigte - volles Mett und eigenwillig nach vorne preschte. Auch der Nachfolger "In The Future" sprach da eine ganz ähnlich eindeutige Sprache.

Nun veröffentlichen Black Mountain ihr drittes Album, das erstmals mit Produzentenhilfe im glänzenden und sonnendurchfluteten L.A. aufgezeichnet wurde. Und natürlich bleibt das staubtrockener Rock und ein rauchendes Experiment, das rhythmisch, mumpfig und bratzelig aufgeht. Aber irgendwie spielen die Fünf insgesamt etwas gelöster als zuvor, nehmen sie sich doch nun auch mal die Freiheit zur Reduktion und Verschnaufpause. Nicht dumm, denn danach knallt's richtig, wenn plötzlich wieder alles aufgerissen wird! Und so bleibt alles abwechslungsreich und energetisch, psychedelisch und präzise in all seiner erfrischenden BM-Wildheit.

"Wilderness Heart" ist nach eigenen Angaben ein schnell und mit wenig Diskussionsbedarf eingespieltes Album, das während der Band bereits während der Produktion viel Spaß bereitet hat. Sich dieses dicke Ende nun anzuhören, fetzt aber auch nicht schlecht - speziell wenn man die Anlage mal wieder ordentlich aufdreht.

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