The Effects Of 333

Black Rebel Motorcycle Club - The Effects Of 333

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Das muss man erstmal verdauen: der BRMC ist jetzt nur noch ein Duo und hat ein Album veröffentlicht, das einerseits unfassbar enttäuscht, anderseits so verquer ist, dass man beeindruckt sein darf.

"Keine Lyrics, keine Erklärungen oder Entschuldigungen, einfach nur abstrakt sein" - so das Prinzip, auf dem "The Effects Of 333" basiert. Und genau das hört man vom ersten Ton bis zum letzten Feedback. Den BRMC, den man bis dato kannte, scheint es nicht mehr zu geben. Und zwar nicht nur, weil Schlagzeuger Nick Jago ausgestiegen ist, sondern weil das neue Werk nichts mehr mit dem gemeinsam hat, was den Club auszeichnete: sein Songwriting. Stattdessen nahmen Peter Hayes und Robert Levon Been ein Noise-Album auf, experimentell, viel düsteres Feedback, kein Gesang, nur ganz selten Akkorde. Absolut schwere Kost eben - und zu behaupten, dass dieser Querschlag nicht enttäuscht, wäre gelogen.

Aber trotzdem, Anerkennung dafür, dass der BRMC sich nicht in Gewohnheit suhlt und die üblichen Strukturen auch formal bewusst aufgelöst hat: das neue Album erscheint labelunabhängig und wird nur über den eigenen Online-Shop für faire 6 Euro vertrieben. Zugegeben, mehr wäre die Soundkullissse, die das Duo als Album verkaufen möchte, auch nicht wert. Weniger allerdings auch nicht.

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