Howl

Black Rebel Motorcycle Club - Howl

Label: 
Redaktionswertung: 
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Auf seinem ersten Album skandierte der Black Rebel Motorcycle Club noch „What ever happened to my Rock´n´Roll“. Jetzt fragt man sich „What happened to my BRMC“? Denn der ist kaum wieder zu erkennen.

Den Rock´n´Roll wie wir ihn vom BRMC gewohnt waren, sucht man auf „Howl“ vergebens. Der Club hat das Label gewechselt und erinnert auf seinem aktuellen Album nur sehr bedingt an das, was ihn früher ausgezeichnet hat. Aber das wird kaum etwas mit dem neuen Plattenvertrag zu tun haben, sondern eher damit, dass man in letzter Zeit verdammt viele Country- („Fault Line“) und Folk-Platten („Devil´s Waiting“) gehört hat. Die Lederjacken scheinen in die Altkleidersammlung gegeben worden zu sein, die Rebellion ist zu Ende, die Motorräder rosten in der Garage und die Club-Mitglieder sind dementsprechend ruhiger geworden. Auch auf diesen Club kann man sich also nicht mehr verlassen. Einige mögen das nicht akzeptieren wollen, andere werden das verstehen und es sogar zu schätzen wissen: denn im Falle des BRMC darf ausnahmsweise der Allgemeinplatz einer Weiterentwicklung bemüht werden. Der Band ist es gelungen, einige Charakteristika ihrer früheren Werke in einen neuen Kontext zu setzen. Bei dem wundervollen „Weight Of The World“ wird das besonders deutlich. Der BRMC hat mit seinem neuen Album eine andere Richtung eingeschlagen als man erwarten durfte. „Ain´t No Easy Way“ kann dabei irgendwie wörtlich verstanden werden: man hat sich nicht für den leichtesten Weg entschieden. Aber im Gegensatz zu so manch´ anderer Band bewegen sich BRMC wenigstens nicht im Kreis. (js)

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