The Piper, The Devil, The Poet & The Priest

The Piper, The Devil, The Poet & The Priest

Boedekka

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Musik, die sich einen Dreck um Genres schert: häufig spannend, aber nicht unbedingt gut. Nicht so bei Boedekka. Deren aktuelles Album ist ein Konglomerat von Einflüssen – und entfaltet trotzdem seinen ganz eigenen Charme.

Wer will schon noch Begriffe wie die viel zitierte „Vielschichtigkeit“ lesen, wenn es um Musik geht? Eigentlich niemand, aber bei einem Album wie „The piper, the devil, the poet & the priest“ darf man diese Phrase ruhig mal wieder bemühen: Indierock, Electronica oder was auch immer – who cares? Boedekkas Musik hat Charakter. Therapiebedürftig und doch faszinierend. Das relaxte „That´s a lie“ wird urplötzlich melancholisch und mit „Hangman“ wird unter den Augen von Luzifer im wahrsten Sinne des Wortes der Teufel an die Wand gemalt. Ein britischer Mobilfunkanbieter hat das Stück diesen Herbst für eine Werbekampagne missbraucht. Wenn das auch dem Absatz des Albums zuträglich ist: diese Band hätte es verdient. „The piper, the devil, the poet & the priest“ ist nach „Hapi Nightmares“ das zweite Album von Boedekka. Und wer ohne Namedropping gar nicht auskommt, der stelle sich vage vor, Pink Floyd hätten sich für ein Comeback mit Death in Vegas zusammengetan und sich dabei von der düsteren Seite des letzten Blur-Albums inspirieren lassen. Das soll reichen, man muss es schon selbst hören. „Carnival Of The Antichrist“ zum Beispiel, das es hier als kostenlosen Appetizer für das am 29. November erscheinende Album gibt. (js)

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