My Horse Likes You

Bonaparte - My Horse Likes You

Redaktionswertung: 
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schwach
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gut
sehr gut

Man sagt, dass nach einem Bonaparte-Konzert alles anders ist. Nicht nur wegen der Trümmer im Raum und am eigenen Leib, sondern auch weil die Zigarette danach irgendwie anders schmeckt. Wie aber presst man solche Erlebnisse auf ein Album? Ein zweiter Versuch liegt ab sofort vor.

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Awards für innovative Musik und guten Style haben sie bereits bekommen. Bonaparte, dieser musikalische Hexenkessel um den Schweizer Jung Tobias Jundt, wurde im Zuge des Debüts "Too Much" heftigst gefeiert. Vielleicht, weil Bonaparte wie kein zweiter zu feiern weiß - vielleicht aber auch, weil es mit dem "Anti-Anti"-Anti-Hit ein Ohrwurm vom Feinsten gab. Aber hier hörte von Anfang an das Auge auch mit: eine Band als haptisches Erlebnis.

Immer verspult und überdreht, immer rastlos und uffta-uffta-mäßig unterwegs wird auch auf dem so herrlich betitetlten Zweitwerk ein weiteres Mal der Elektrorockdreck durch das Punkfett gerührt. Wie eine Zirkusfamilie auf Speed feiert hier das bunte Rambazamba zwischen Hedonismus und Zynismus. Die Livedimension können Bonaparte auf diesem Album erneut weder andeuten noch halten. Geht aber auch gar nicht, denn diese Band tickt anders, ist halt eher 3D-mäßig unterwegs. Denn nur da dreht der Gaul so richtig frei und bleibt die Party so politisch wie pervers.

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