Bonaparte The Return Of Stravinsky Wellington Artwork

Bonaparte - The Return Of Stravinsky Wellington

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Bonaparte war: Nackte Tänzerinnen auf der Bühne, völlige Eskalation und Verwirrung, die hauptsächlich auf noch mehr Verwirrung fußte. Bonaparte ist: ein leider manchmal “stets bemühter” Songwriter.

Download & Stream: 

Schon das letzte Album des Projekt-Masterminds Tobias Jundt, “Bonaparte”, war nicht mehr ganz so knackig, wie es die nackten Striperinnen während einer Live-Darbietung von “Anti Anti” oder “Too Much” mal waren. Aber: Hey, jeder hat mal einen Durchhänger.

Mit dem Release von “The Return Of Stravinsky Wellington” scheint es nur, als sei der “Durchhänger” in diesem Falle kein Versehen, sondern der Beginn eines Prozesses – wenn wir es so formulieren wollen.

Video: Bonaparte - "Wolfenbüttel"

Nach einem Ausflug in das Sideprojekt Mule & Man mit Kid Simius und einem Soundtrack-Album für “Becks letzter Sommer” ist Jundt nicht mehr der Alte. Er denkt musikalisch größer und ernsthafter. Also müssen auf die "Wellington" Bläser. Und eine Heimorgel. Und eine Akustikgitarre. Und Balladen. Und Melancholie.

▶︎ Interview: Der Soundtrack meines Lebens - Bonaparte

Alles völlig in Ordnung. Alles teilweise gut bis sehr gut umgesetzt und gerade im Kontrast zum nach wie vor verschrobenen Gesang des Schweizer Narren-Punks erfrischend. Wäre da nicht diese Ernsthaftigkeit.

Video: Bonaparte - "Melody X"

Es fehlt hier nicht an Songwriting-Skills. Es fehlt an Lässigkeit und Spritzigkeit und Augenzwinkern. An eben jener Schießegal-Attitüde, die Bonaparte mal zu Bonaparte gemacht hat.

So wird “The Return Of Stravinsky Wellington” zu einem Album, dessen Macher versucht Punkte zu sammeln, indem er den letzten Song die eigene Tochter singen lässt: Es ist zwar bisweilen sympathisch, anarchisch und lustig – aber auch irgendwie ein wenig vorhersehbar und anbiedernd.

Video: Bonaparte - "White Noize"

"The Return Of Stravinsky Wellington” erscheint am 02.06.2017 auf Bonaparte via Believe Digital.

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