Too Much

Too Much

Bonaparte

Redaktionswertung: 
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"Do you wanna Party?", fragen sie zur Begrüßung auf dem Album-Opener. Liest sich hier auf dem Display unglaublich platt. Aber in den Songs der kosmopolitischen Performance-Band funktioniert sogar das.

Download & Stream: 

Bisweilen keine leichte Kost, was einem Frontmann und Namensgeber der Band mit seiner riesigen Crew (die Mitglieder kommen aus Deutschland, Frankreich, Neuseeland, Österreich, Polen, Panama, Brasilien und der Schweiz) da vor den Latz knallt. Experimentell, avangardistisch und immer ambitioniert. Als wäre es Leitmotiv gewesen, dass es unmöglich sein soll, ihre Musik mit Worten zu beschreiben. Aber das schützt sie trotzdem nicht vor einem Hit: "Anti Anti" heißt dieser, Slogan-Shouting verpackt in eine dicke Produktion, der Spagat zwischen Club, Rock und Sprechgesang glückt hier par excellence.

Genau das schaffen Bonaparte zwar nicht über die gesamte Albumlänge, denn streckenweise ist das Ganze doch recht anstrengend. Doch darf man auch den Aspekt der Performance nicht vergessen: dieser Act funktioniert eben nicht nur als Band, sondern im Gesamtkonzept. Ganz konkret heißt das, dass die Shows der mittlerweile weitestgehend in Berlin beheimaten 18-köpfigen Gruppe (die ursprünglich in Barcelona gegründet wurde) mit ihrer vielseitigen Live-Präsentation beeindruckt, seien es nun ihre Artisten oder das aufwendige Bühnen-Outfit. Und da trifft es sich gut, das sie derzeit ausführlich auf Tour sind - alle Termine gibt es hier.

Wie Popmusik klingt, die bereits einmal um die Welt gereist ist, kann man jedenfalls auf dem verlinkten Track nachhören. Das Label Staatsakt hat sich ihrer angenommen - und Bonaparte könnten bald schon zum Erfolgsact avancieren.

Jan Schimmang / tonspion.de

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