Songs For The Young At Heart

Songs For The Young At Heart

Bonnie Prince Billy

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Klingt so die Vertonung der Midlife-Crisis eines Musikerdaseins? Und wenn schon, „Songs For The Young At Heart“ ist ein ungewöhnliches, wohlklingendes Konzeptalbum – und nur für Erwachsene.

Die Idee ist auf dem Mist der Tindersticks’ Stuart Staples und Dave Boulter gewachsen. Speziell Letzterer, durch die Geburt seines Kindes emotional aufgewirbelt, brachte diese CD und ihr Konzept ins Rollen. Man wollte Songs, die in welcher Weise auch immer mit der eigenen Kindheit verknüpft sind, nachspielen und selber singen. Nostalgische Popmelodien, die allesamt kindliches Glück, befreiende Naivität und wärmende Geborgenheit ausstrahlen. Diese eingängigen Erinnerungsmelodien haben Staples und Boulter nun in einer Art „Best Of Our Childhood“-Compilation zusammengestellt: „Songs For The Young At Heart“. Natürlich denkt man sofort an Rolf Zuckowski oder an alternde Rockmusiker, die (im Schaukelstuhl klebend) ihren Enkelkindern von den guten alten Rock N’ Roll-Zeiten vorgaukeln und zwischendurch zum Entsetzen aller zur Wandergitarre greifen. Glücklicherweise ist das hier aber nicht der Fall, denn von vornherein war klar: Dies soll keine Platte für Kinder werden. An der ganzen Buddelei in der musikalischen Vergangenheit waren u.a. Stuart Murdoch (Belle & Sebastian), Jarvis Cocker (Pulp), Kurt Wagner (Lambchop) und der grandiose Bonnie „Prince“ Billy beteiligt. Nichts für jeden Tag und auch nichts für Kinder, aber für Erwachsene und ihre nostalgischen Momente. (bb)

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