The Sun & The Neon Light

The Sun & The Neon Light

Booka Shade

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Nach der Veröffentlichung von "Movements" waren Booka Shade auf der ganzen Welt unterwegs. Sie spielten Festivals, wurden gefeiert und erlebten ekstatische Fans, die ihre Basslines mitsingen konnten. Unbegreiflich, dass sie von der Energie ihrer Live-Sets nichts auf ihr neues Album retten konnten.

Booka Shade wollen es diesmal wirklich wissen. Seit der Veröffentlichung von "Movements" und der anschließenden Mammut-Tour haben Booker ausländischer Festivals Booka Shade auf dem Zettel und viele ihre Platten im Schrank stehen. Hierzulande verhandelt man Booka Shade eher unter dem Signet "Clubmusik", das sie Hits wie "Mandarine Girl" oder "Body Language" zu verdanken haben.

Das ist Arno Kammermeier und Walter Merziger aber nicht genug, deshalb spielen die beiden nicht nur bei Rock am Ring, sie haben auch ihren Sound auf mehr Massenkompatibilität getrimmt. Trancige Flächen, verhuschte Vocals und eine Produktion, die unfassbar mittig aus den Boxen trällert. Wo sind die catchy Basslines? Überhaupt wo ist die Macht der Nacht, die Bassdrum? Statt gleisendem Neonlicht herrscht eitel Sonnenschein, der einen auf Dauer ganz bräsig werden lässt. Live eine sichere Bank, auf Albumlänge enttäuschend.

Florian Schneider / Tonspion.de

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