Braids

Braids (Presspic 2020 Foto: Ariana Molly)

Indie-Art-Rock-Band aus Montreal: Braids haben einen eigenwilligen innovativen Sound und veröffentlichen 2020 ihr viertes Album namens "Shadow Offering".

Der Sound der Braids ist auf "Shadow Offering" eigenständig und energisch, Referenzen hier heranzuziehen erscheint so einerseits schwierig wie seltsam. Ein wenig kommen Erinnerungen an Kate BushBat For Lashes, DaughterSchool Of Seven Bells oder Blonde Redhead auf, wenn Raphaelle Standell-Preston kraftvoll wie emotional über die schönen organischen wie elektronischen Melodien singt.

Video: Braids - Snow Angel

Biografie Braids

2006: Zunächst von Freunden unter dem Namen The Neighbourhood Council - später sollen sie diesen als "schrecklich" bezeichnen - in Calgary aus purer Langeweile gegründet und in der Garage der Eltern probend, erhält die Band erste Aufmerksamkeit als Sängerin Raphaelle Standell-Preston einen Songwriting-Contest beim Calagry Folk Music Festival gewinnt. Zunächst sind sie zu fünft, dich der Kern der Braids kristallisiert sich schließlich als Trio heraus.

2008: Die erste EP "Set Pieces" erscheint und die Band tritt als Support bei den Indie-Darlings Deerhunter auf. Nachdem deren Sänger Bradford Cox frenetisch nach Zugaben ruft,  ist ihnen die Aufmerksamkeit vieler einflussreicher Blogs sicher, so lobt sie zum Beispiel Stereogum als "Band to Watch". Mittlerweile tragen sie auch den wesentlich passenderen Namen Braids (Zöpfe), der ihren verflochtenen und vernetzten Sound perfekt umschreibt.

2011: Das Debüt "Native Speaker" erscheint und wird in der Presse teilweise mit den Erstlingswerken von Broken Social Scene oder Arcade Fire verglichen. Darauf experimentiert die Band mit Shoegaze, Art Rock, Dream Pop oder Indierock. In Folge touren die Braids viel unt treten unter anderem als Support von Baths, Asobi Seksu oder Toro Y Moi auf. Tonspion schrieb damals über den erstaunlichen Erstling: 

"Braids sind wie ein Fluss. Unaufhaltsam nehmen die Melodien Fahrt auf, brechen sich an Stromschnellen, lassen Steine im Flussbett klackern und enden schlussendlich in den Weiten ihres Sounds. Treibend in einem Moment, um im hypnotischen Zustand auf der Stelle einen Strudel zu bilden, spielen sie ihre kraftvoll flimmernden Songs. Knarzige Flickereien gehen Hand in Hand mit klaren, einprägenden Pop, der stets auf der Oberfläche treibt". 

Video: Braids - Lemonade

2012: Das so genannte schwierige zweite Album bringt auch eine leichte Veränderung im Sound und "Flourish // Perish" ist wesentlich elektronischer.

Das dritte Album "Deep In The Iris" wird dann zwei Jahre später veröffentlicht und als "Sonnigstes und Direktestes" beschrieben. Der Sound darauf ist souliger und die Einflüsse auf die Stimme von Standell-Preston werden mit Alanis Morissette oder Joni Mitchell neu abgesteckt. Die Texte behandeln nach wie vor schwere Themen wie Missbrauch und Misogynie, die Single Miniskirt ist eine feministische Hymne und steht für "gender equality and in particular, for women’s rights".

Video: Braids - Miniskirt

2020: Und auch das vierte Album "Shadow Offering" verfolgt weiterhin diesen Weg, auf dem wichtige Themen ausgetragen werden, gekreuzt mit spannendem organischem elektronischen Melodien, die der Band einen immer eigenständigeren Sound verleihen.

Diskografie Braids:

2011: Native Speaker 

2013: Flourish // Perish 

2015: Deep in the Iris

2020: Shadow Offering 

Alben

Braids – Shadow Offering (Album-Cover)
Act der Woche

Braids - Shadow Offering

Künstler Bio: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Indie-Art-Rock aus Montreal, der mitten ins Herz trifft: Braids verschmelzen schimmernde Synths und eine starke Stimme zu mitreißendem Sound.

Native Speaker

Braids - Native Speaker

Künstler Bio: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut
Im Fluss

Bei dem Debüt von Braids begegnen einem verträumte Melancholie und experimentelle Klänge. Dennoch wird hier aus dem Pop mit großer Kelle geschöpft.

 

Videos

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Letzte Änderung: 22.06.2020