The Breeders – Last Splash

The Breeders - Last Splash

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Mit ihrem zweiten Album hieven The Breeders Indie Rock auf einen neuen Level: Rotziger Underground trifft hier auf unerhörte Hittigkeit.

Die Breeders begannen eigentlich nur als Nebenprojekt der Pixies-Bassistin Kim Deal und der Throwing Muses- sowie Belly-Gitarristin Tanya Donelly: Doch für "Last Splash" war Letztere schon gar nicht mehr richtig dabei, dafür spielte die Zwillingsschwester von Kim Deal, Kelley Deal, mit und eine große Rolle.

Der Übertrack des Albums voller unwiderstehlicher Poptwists und ekletischem Artrock ist "Cannonball": Bis heute gibt es in der Musikwelt Streitigkeiten, welcher Teil dieses Tracks der beste sei. Ist es der loopende Basslauf, die catchy Gitarren- und Drum-Breaks, das hypnotische Summen am Anfang oder doch der energetische Refrain? Egal: We Still Want You Coocoo Cannonball...

Video: Cannonball

Doch das Album nur auf diesen Indie-Hit – dessen Video übrigens von dem überraschenden Dreamteam Kim Gordon (Sonic Youth) und Spike Jonze ("Being John Malkovich", "Where The Wild Things Are") inszeniert wurde – zu reduzieren, wäre jedoch völlig falsch: Die Breeders offenbaren darauf eine enorme Spielfreude, die sich in 15 völlig verschiedenen  Songs ausbreitet und von trashigen, dronigen, rockigen, shoegazigen, poppigen und surfigen Momenten einiges zu bieten hat. Die zweite Single war beispielsweise das extrem eingängige und charmante Stück "Divine Hammer":

Video: Divine Hammer

Der in all seiner Vielfältigkeit ausgebreitete Noise-Pop von "Last Splash" geht einher mi den geheimnisvollen, frechen und rätselhaften Lyrics. In dem Reverb-Track „"No Aloha" sing Kim Deal beispielsweise "Saw it on the wall: motherhood means mental freeze... Freezeheads!". In "I Just Wanna Get Along" geht es dann offenbar um Pixies-Mastermind Frank Black und der Song enthält die vernichtenden Zeile: "If you're so special, why aren't you dead?".

Video: I Just Wanna Get Along

"Last Splash" ist ein Schlüsselalbum der Neunziger, vielleicht kommerziell nicht so erfolgreich wie Werke von Sonic Youth oder Nirvana, aber dafür komplexer und klüger: Dadurch, dass das Album sogar Humor und Selbstironie besitzt, entwickelt es eine emotionale Tiefe, die einen so schnell nicht mehr loslässt.

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