Wilderness

Wilderness

Brett Anderson

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Fast unbemerkt hat Brett Anderson diesen Sommer sein zweites Solo-Album veröffentlicht und die Songs dabei nur äußerst dezent arrangiert. Und doch: mehr geht einfach nicht.

Schon erstaunlich, dass die beiden Masterminds von Suede heute noch solche Akzente setzen können. Bernard Butler hat das gefeierte Album der Black Kids produziert, während Brett Anderson sich mit seinem neuen Werk, endgültig als gereifte Ikone der britischen Popmusik stilisiert.  

"Wilderness" wurde im Juli ausschließlich digital veröffentlicht und wird hierzulande Ende Oktober auch physisch erscheinen. Die neuen Songs strotzen vor Intensität. Während der selbstbetitelte Vorgänger auch lautere Momente hatte, die an Andersons wilde 90er erinnerten, bedarf es nun lediglich ein Piano, ein Paar Streicher, die seine charismatische Stimme würdig flankieren. In der ungmein viel Pathos liegt und deren Echo poetisch verhallt.

Auf der verlinkten Seite steht das Highlight des Albums bereit, ein Duett mit der Schauspielerin Emmanuelle Seigner. Besagtes Stück ist bereits in verschiedenen Varianten erschienen. Ursprünglich als Kooperation mit der norwegischen Electro-Pop-Band namens Pleasure, dann in anderer Inszenierung als EP-Titel-Track im letzten Jahr.

Am 24. Oktober wird Brett Anderson seine neue Platte in der Berliner Passionskirche vorstellen. Wer ihn schon live gesehen hat, weiß bereits, dass dies ein echtes Konzerterlebnis garantiert.

Jan Schimmang / tonspion.de

Brett Anderson feat. Emmanuelle Seigner - Back To You (live)

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