Brian Eno: Ambient 1: Music For Airports

Ambient 1: Music For Airports

Brian Eno

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Im März 1978 erschien mit "Ambient 1: Music For Airports" ein Album das nicht nur ein neues Genre definierte, sondern auch bisherige Gebrauchsmusik uninteressant machte. Dessen Erschaffer: Brian Eno, legendärer Musiker, Produzent und Theoretiker.

Vier instrumentale Kompositionen, minimal betitelt mit 1/1, 2/1, 1/2 und 2/2 sind auf dem wegweisenden Album zu hören, das auch nach 40 Jahren nichts von seiner Innovation verloren hat. Die sich überschneidenden Tonbandloops waren dazu gedacht, in einem Flughafenterminal für Entspannung bei den Passagieren zu sorgen.

Eno selbst nannte diese sphärische, fließende Musik „ebenso ignorierbar wie interessant“.

Die Idee zu dem Konzeptalbum kam Eno im Jahr 1977 als er einige Stunden auf dem Flughafen Köln-Bonn festsaß: Den Künstler schmerzte der ästhetische Widerspruch aus modernem Gebäude und gewöhnlicher Hintergrundbeschallung, die er kaum ertrug. (Funfact am Rande: Terminal 1 des Köln/Bonner Flughafens wurde von Paul Schneider-Esleben entworfen, dem Vater von Florian Schneider, der neben Ralf Hütter Gründer und langjähriges Mitglied von Kraftwerk war).

Mittels sich wiederholenden Klaviermelodien und schwebender Vocalization, komplexen Klangmustern, die immer wieder ineinanderfließen und überblendet werden, schuf Eno das Ursprungswerk des Ambients und vielleicht auch der Neo-Klassik, denn auch Musiker wie Nils Frahm oder Poppy Ackroyd beziehen sich immer wieder auf Eno. Seine Karriere startete Eno 1971 mit der Band Roxy Music als Synthie-Spieler, in seinen Solo-Werken widmete er sich den Experimenten. Als Produzent ging seine „Berlin“-Trilogie mit David Bowie in die Musikgeschichte ein.

Enos Arbeiten zeugen von Zeitlosigkeit in einer rastlosen Welt und in ein Album wie „Ambient 1: Music For Airports“ möchte man geradezu hineinsteigen und davonfliegen.

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