Noise Floor: Rareties 1998 - 2005

Noise Floor: Rareties 1998 - 2005

Bright Eyes

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der kleine Junge mit der großen Gitarre, der so urplötzlich neben Letterman, Stipes und Springsteen stand, hat kein neues Album fertig gestellt. Stattdessen gibt Conor Oberst in guter Rock- und Popstar-Manier eine musikalische Werkschau zum Besten.

Er ist vielleicht der angesagteste Singer-/Songwriter der Indie-meets-Bravo-Generation und darf so etwas machen: „Noise Floor: Rareties 1998 – 2005“ bietet dem Bright Eyes-Fan und -Sammler Unveröffentlichtes, Kollaborationen, Coverversionen, Singles und Rares in Form einiger B-Seiten, Vier-Spur-Aufnahmen und alternativer Takes. Eine 16-Track starke Zusammen- stellungen, die einen kleinen Blick in den von Conor Oberst eingeschlagenen Weg gewährt, aber aufgrund dieser großen Zeitspanne nicht als stringentes, von vorne bis hinten begeisterndes Album daherkommt. Der ein oder andere Song aus Oberst Repertoire ist eben nicht ohne Grund kein Hit geworden, sondern glänzt eher durch seine Unauffälligkeit. Neben “Amy in the White Coat “, einer B-Seite der Vinylversion der 2002 erschienenen “No Beginning To The Story”-EP, kann man sich hier nun das aber wirklich schöne „I Will Be Grateful For This Day”, das aus der Sub Pop Singles Club-Reihe stammt, zu Gemüte führen. Schön ist auch, dass hier der Vinylkauf großzügig belohnt wird: ein schön aufgemachtes Doppelvinyl mit fünf Songs mehr als auf der CD-Version. Das nächste, richtige Album hat man für nächstes Frühjahr angekündigt. Für die Überbrückung geht das hier okay. (bb)

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